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Niedergelassener Arzt: Gehalt und Einkommen

Neben einer Laufbahn als angestellter Facharzt kommt für Ärzte auch eine Niederlassung in Frage. Hierbei wird das Angestelltenverhältnis aufgegeben und in eine Selbständigkeit überführt. Das birgt ein gewaltiges Potenzial, da niedergelassene Ärzte ein höheres Gehalt aufrufen können als ihre angestellten Kolleginnen und Kollegen. Dieses ist jedoch an Risiken und einen erheblichen Mehraufwand gekoppelt, da neben der fachärztlichen Tätigkeit die unternehmerische Tätigkeit dazu kommt.


Gehalt niedergelassener Ärzte 2026: Was verdient ein Arzt mit eigener Praxis?

Niedergelassene Ärzte erhalten kein festes Tarifgehalt. Ihr Einkommen hängt von den Einnahmen und Kosten ihrer Praxis ab. Nach den neuesten verfügbaren Zahlen lag der Median des Reinertrags 2024 bei 232.000 Euro je Arztpraxis. Rechnerisch entspricht das 19.333 Euro im Monat. Dieser Betrag ist jedoch weder das persönliche Brutto- noch das Nettoeinkommen des Praxisinhabers.

Gehalt niedergelassener Ärzte: Die wichtigsten Fakten

  • Median der Praxiseinnahmen: 502.000 Euro im Jahr
  • Median der Praxisaufwendungen: 260.000 Euro im Jahr
  • Median des Reinertrags: 232.000 Euro je Praxis und Jahr
  • Rechnerischer Reinertrag pro Monat: rund 19.333 Euro
  • Datenbasis: Kostenstrukturstatistik 2024 des Statistischen Bundesamtes
  • Wichtig: Reinertrag und persönliches Einkommen sind nicht gleichzusetzen

Wie viel verdient ein niedergelassener Arzt?

Bei selbstständigen Ärzten lässt sich streng genommen nicht von einem Gehalt sprechen. Eine Arztpraxis erzielt Einnahmen, von denen die laufenden Praxisaufwendungen abgezogen werden. Übrig bleibt der sogenannte Reinertrag der Praxis.

Nach den neuesten verfügbaren Daten des Statistischen Bundesamtes lag der Median der Praxiseinnahmen 2024 bei 502.000 Euro. Der Median der Aufwendungen betrug 260.000 Euro. Beim Reinertrag wurde ein Median von 232.000 Euro je Praxis ermittelt.

Einnahmen, Aufwendungen und Reinertrag von Arztpraxen 2024
Kennzahl Median pro Jahr Rechnerischer Monatswert
Praxiseinnahmen 502.000 € ca. 41.833 €
Praxisaufwendungen 260.000 € ca. 21.667 €
Reinertrag der Praxis 232.000 € ca. 19.333 €

Tabelle 1. Medianwerte je Arztpraxis im Berichtsjahr 2024. Die Monatswerte wurden aus dem jeweiligen Jahresmedian geteilt durch zwölf berechnet. Quelle: Statistisches Bundesamt, veröffentlicht am 23. Juli 2026.

Die drei Medianwerte lassen sich nicht direkt voneinander abziehen. Der Median wurde für Einnahmen, Aufwendungen und Reinertrag jeweils getrennt ermittelt. Die Praxis mit den mittleren Einnahmen muss daher nicht dieselbe Praxis sein, die bei den Aufwendungen oder beim Reinertrag genau in der Mitte liegt.

Warum der Reinertrag nicht dem Arztgehalt entspricht

Der Reinertrag ist das Ergebnis des Geschäftsjahres der gesamten Praxis. Er ist nicht mit dem persönlichen Einkommen eines niedergelassenen Arztes gleichzusetzen.

Nach der Definition des Statistischen Bundesamtes sind im Reinertrag verschiedene Ausgaben noch nicht berücksichtigt. Dazu gehören insbesondere:

  • Aufwendungen für die Übernahme oder Finanzierung der Praxis
  • Beiträge zum ärztlichen Versorgungswerk
  • Kranken- und Pflegeversicherung des Praxisinhabers
  • Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenvorsorge
  • Einkommensteuer und gegebenenfalls weitere persönliche Steuern
  • Investitionen, die statistisch nicht vollständig als laufende Praxisaufwendungen erfasst werden

Bei einer Gemeinschaftspraxis, Berufsausübungsgemeinschaft oder einem Medizinischen Versorgungszentrum bezieht sich der Reinertrag zudem auf die gesamte rechtliche Einheit. Er kann mehreren Praxisinhabern zuzurechnen sein.

Gehalt niedergelassener Ärzte nach Fachrichtung

Wie viel ein niedergelassener Arzt verdient, hängt stark von der Fachrichtung ab. Die neuesten detaillierten Medianwerte nach Fachgebiet liegen für das Berichtsjahr 2023 vor. Sie umfassen Einzelpraxen und fachgleiche Berufsausübungsgemeinschaften, jedoch keine fachübergreifenden Berufsausübungsgemeinschaften und Medizinischen Versorgungszentren.

Median-Reinertrag niedergelassener Ärzte nach Fachrichtung
Fachrichtung Median pro Praxis und Jahr Rechnerischer Monatswert
Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie 830.000 € ca. 69.167 €
Augenheilkunde 302.000 € ca. 25.167 €
Urologie 270.000 € ca. 22.500 €
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde 253.000 € ca. 21.083 €
Kinder- und Jugendmedizin 249.000 € ca. 20.750 €
Haut- und Geschlechtskrankheiten 235.000 € ca. 19.583 €
Innere Medizin 224.000 € ca. 18.667 €
Orthopädie und Unfallchirurgie 219.000 € ca. 18.250 €
Allgemeinmedizin 216.000 € ca. 18.000 €
Sonstige ärztliche Fachgebiete 203.000 € ca. 16.917 €
Chirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Neurochirurgie 197.000 € ca. 16.417 €
Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und verwandte Fachgebiete 178.000 € ca. 14.833 €
Frauenheilkunde und Geburtshilfe 176.000 € ca. 14.667 €

Tabelle 2. Median des Reinertrags je Praxis im Berichtsjahr 2023. Die Monatswerte wurden aus dem Jahresmedian geteilt durch zwölf berechnet. Quelle: Statistisches Bundesamt, Kostenstrukturstatistik im medizinischen Bereich.

Der hohe Reinertrag radiologischer Praxen ist kein persönliches Arztgehalt. Radiologische und strahlentherapeutische Einrichtungen arbeiten häufig mit teurer Medizintechnik, größeren Teams und mehreren Praxisinhabern. Auch Finanzierungskosten für Geräte oder eine Praxisübernahme sind im ausgewiesenen Reinertrag nicht vollständig berücksichtigt.

Hinweis zur Psychotherapie: Der Wert von 178.000 Euro für „Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und verwandte Fachgebiete“ ist ein zusammengefasster Median mehrerer ärztlicher Fachgebiete und darf nicht als typischer Reinertrag einer ausschließlich psychotherapeutisch tätigen ärztlichen Praxis interpretiert werden. Für psychotherapeutische Praxen insgesamt weist das Statistische Bundesamt für 2024 einen deutlich niedrigeren Median-Reinertrag von 83.000 Euro aus. Quelle: Arztpraxen 2024: Einnahmen stiegen erstmals seit zwei Jahren wieder stärker als Aufwendungen - Statistisches Bundesamt

Praxiseinnahmen und Reinertrag nach Fachrichtung

Ein hoher Praxisumsatz führt nicht automatisch zu einem entsprechend hohen Reinertrag. Fachrichtungen mit teuren medizinischen Geräten, größeren Praxisflächen oder vielen Beschäftigten haben meist höhere Betriebskosten.

Median von Einnahmen, Aufwendungen und Reinertrag nach Fachrichtung
Fachrichtung Einnahmen Aufwendungen Reinertrag
Allgemeinmedizin 490.000 € 234.000 € 216.000 €
Innere Medizin 494.000 € 238.000 € 224.000 €
Frauenheilkunde und Geburtshilfe 392.000 € 203.000 € 176.000 €
Kinder- und Jugendmedizin 506.000 € 252.000 € 249.000 €
Augenheilkunde 567.000 € 247.000 € 302.000 €
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde 474.000 € 241.000 € 253.000 €
Orthopädie und Unfallchirurgie 570.000 € 315.000 € 219.000 €
Chirurgie, MKG und Neurochirurgie 508.000 € 312.000 € 197.000 €
Haut- und Geschlechtskrankheiten 525.000 € 280.000 € 235.000 €
Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie 2.333.000 € 1.333.000 € 830.000 €
Neurologie, Psychiatrie und verwandte Fachgebiete 315.000 € 117.000 € 178.000 €
Urologie 528.000 € 269.000 € 270.000 €

Tabelle 3. Ausschließlich Medianwerte in Euro je Praxis für das Berichtsjahr 2023. Da die Mediane jeder Kennzahl getrennt berechnet wurden, entspricht der Reinertrag nicht zwingend der Differenz aus den beiden anderen Tabellenwerten. Quelle: Statistisches Bundesamt.

Woher stammen die Einnahmen einer Arztpraxis?

Niedergelassene Vertragsärzte erzielen einen großen Teil ihrer Einnahmen durch die Behandlung gesetzlich versicherter Patienten. Hinzu kommen privatärztliche Leistungen, Selbstzahlerleistungen und weitere ärztliche Tätigkeiten.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stammten 2023 rund 67 Prozent der Einnahmen von Arztpraxen aus Kassenabrechnungen. Etwa 28 Prozent entfielen auf Privatabrechnungen. Die übrigen Einnahmen kamen aus sonstigen selbstständigen ärztlichen Tätigkeiten.

Der Anteil der Privatabrechnung unterscheidet sich stark nach Fachrichtung. Besonders hoch war er 2023 in der Dermatologie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie in den chirurgischen Fachgebieten. In der Allgemeinmedizin und Kinder- und Jugendmedizin war der Anteil deutlich niedriger.

Quelle: Statistisches Bundesamt zur Einnahmenstruktur von Arztpraxen 2023.

Welche Kosten trägt ein niedergelassener Arzt?

Vom Praxisumsatz müssen sämtliche betrieblichen Ausgaben bezahlt werden. Zu den wichtigsten Kosten gehören:

  • Personalkosten: Gehälter, Arbeitgeberanteile und Fortbildungen
  • Praxisräume: Miete, Nebenkosten, Reinigung und Instandhaltung
  • Medizintechnik: Anschaffung, Leasing, Wartung und Reparaturen
  • Verbrauchsmaterial und Labor: medizinisches Material und externe Laborleistungen
  • IT und Verwaltung: Praxissoftware, Telematikinfrastruktur, Abrechnung und Datenschutz
  • Versicherungen: beispielsweise Berufshaftpflicht und betriebliche Versicherungen
  • Finanzierung: Zinsen und Tilgung für Praxisübernahme oder Investitionen

Nach Auswertungen des Zi-Praxis-Panels gehören die Personalausgaben zu den größten Kostenblöcken ärztlicher Praxen.

Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis oder MVZ

Die Praxisform hat erheblichen Einfluss auf die wirtschaftlichen Kennzahlen. In einer Einzelpraxis ist der Reinertrag grundsätzlich einem Praxisinhaber zuzuordnen. In einer Berufsausübungsgemeinschaft teilen sich mehrere Ärzte Einnahmen, Kosten, Investitionen und den verbleibenden Überschuss nach den Regelungen ihres Gesellschaftsvertrags.

Praxisformen und ihre Bedeutung für das Einkommen
Praxisform Wirtschaftliche Besonderheit Bedeutung des Reinertrags
Einzelpraxis Ein Arzt trägt Kosten und wirtschaftliches Risiko allein Reinertrag ist grundsätzlich einem Praxisinhaber zuzuordnen
Berufsausübungsgemeinschaft Mehrere Ärzte teilen Personal, Räume und Investitionen Reinertrag der Praxis wird auf die beteiligten Inhaber verteilt
Praxisgemeinschaft Kosten werden geteilt, die ärztliche Tätigkeit wird getrennt abgerechnet Jeder Arzt erzielt ein eigenes wirtschaftliches Ergebnis
Medizinisches Versorgungszentrum Mehrere Ärzte können angestellt oder als Gesellschafter tätig sein Der Reinertrag der Einrichtung ist kein persönliches Arztgehalt

Tabelle 4. Vereinfachte Darstellung verbreiteter Praxisformen. Die tatsächliche Verteilung richtet sich nach Eigentums-, Arbeits- und Gesellschaftsverträgen.

Angestellter Arzt in einer Praxis

Nicht jeder niedergelassene Arzt ist selbstständig. In Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen und MVZ arbeiten viele Ärzte im Angestelltenverhältnis. Sie erhalten ein vertraglich vereinbartes Gehalt und tragen nicht unmittelbar das wirtschaftliche Risiko der Praxis.

Für angestellte Ärzte in Praxen gilt jedoch nicht automatisch ein ärztlicher Krankenhaustarif. Das Gehalt wird meist individuell vereinbart. Fachrichtung, Arbeitszeit, Berufserfahrung, Umsatzbeteiligung und regionale Nachfrage beeinflussen die Vergütung.

Wie viel bleibt einem niedergelassenen Arzt netto?

Aus dem Median-Reinertrag von 232.000 Euro lässt sich kein allgemeines Netto-Gehalt berechnen. Zunächst ist zu klären, wie viele Inhaber an der Praxis beteiligt sind und welche persönlichen Ausgaben noch zu tragen sind.

Vom auf den einzelnen Arzt entfallenden Betrag gehen unter anderem Einkommensteuer, Beiträge zum Versorgungswerk, Kranken- und Pflegeversicherung sowie mögliche Finanzierungskosten ab. Familienstand, Versicherungsform und weitere Einkünfte verändern das Ergebnis zusätzlich.

Der rechnerische monatliche Reinertrag von 19.333 Euro ist daher kein auszahlbares Monatsgehalt.

Welche Faktoren beeinflussen das Einkommen?

Das Einkommen eines niedergelassenen Arztes hängt insbesondere von folgenden Punkten ab:

  • Fachrichtung und Leistungsspektrum
  • Zahl und Zusammensetzung der Patienten
  • Anteil gesetzlich und privat versicherter Patienten
  • Praxisgröße und Praxisform
  • Personalkosten und regionale Gehaltsstruktur
  • Miete und sonstige Standortkosten
  • Investitionen in Medizintechnik und Digitalisierung
  • Arbeitszeit und Auslastung der Praxis
  • Kooperationen, Zusatzleistungen und Spezialisierungen

Häufige Fragen zum Gehalt niedergelassener Ärzte

Wie hoch ist das Einkommen einer Arztpraxis?

Der aktuelle Median des Reinertrags lag 2024 bei 232.000 Euro je Arztpraxis. Dieser Betrag entspricht nicht automatisch dem persönlichen Einkommen des Praxisinhabers.

Wie viel verdient ein niedergelassener Arzt im Monat?

Der Jahresmedian von 232.000 Euro ergibt rechnerisch einen monatlichen Praxisreinertrag von rund 19.333 Euro. Steuern, Vorsorgeaufwendungen, Versicherungen und mögliche Finanzierungskosten sind davon noch abzuziehen.

Welche niedergelassenen Ärzte haben den höchsten Reinertrag?

In der detaillierten Kostenstrukturstatistik für 2023 erreichten Praxen für Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie mit 830.000 Euro den höchsten ausgewiesenen Median-Reinertrag. Dabei handelt es sich häufig um größere und kapitalintensive Einrichtungen mit mehreren Beteiligten.

Was verdient ein niedergelassener Hausarzt?

Allgemeinmedizinische Praxen erreichten 2023 einen Median-Reinertrag von 216.000 Euro im Jahr. Rechnerisch sind das 18.000 Euro im Monat vor persönlichen Steuern, Versicherungen, Altersvorsorge und möglichen Finanzierungskosten.

Was verdienen niedergelassene ärztliche Psychotherapeuten?

Ärztliche Psychotherapeuten werden in der Kostenstrukturstatistik des Statistischen Bundesamtes nicht als eigene Fachgruppe ausgewiesen. Der in der Tabelle genannte Median von 178.000 Euro für „Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und verwandte Fachgebiete“ lässt sich deshalb nicht auf ausschließlich psychotherapeutisch tätige Arztpraxen übertragen.

Einen zusätzlichen Anhaltspunkt liefern die Daten zu psychotherapeutischen Praxen insgesamt. Für 2024 weist das Statistische Bundesamt hier einen Median-Reinertrag von 83.000 Euro im Jahr aus. Das entspricht rechnerisch rund 6.917 Euro im Monat.

Dieser Wert umfasst jedoch nicht ausschließlich ärztliche Psychotherapeuten und kann deshalb nicht als exaktes Durchschnittseinkommen dieser Berufsgruppe verstanden werden. Er zeigt aber, dass rein psychotherapeutisch ausgerichtete Praxen wirtschaftlich deutlich unter dem zusammengefassten Wert der Fachgruppe Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie liegen.

Was verdient ein niedergelassener Augenarzt?

Der Median-Reinertrag einer augenärztlichen Praxis lag 2023 bei 302.000 Euro im Jahr. Das entspricht rechnerisch rund 25.167 Euro im Monat.

Ist Praxisumsatz gleich Einkommen?

Nein. Vom Praxisumsatz müssen unter anderem Personal, Räume, Medizintechnik, Material, Versicherungen und Verwaltung bezahlt werden. Erst danach ergibt sich der Reinertrag der Praxis.

Ist der Reinertrag gleich Gewinn?

Nach der Definition des Statistischen Bundesamtes ist auch der Reinertrag nicht vollständig mit dem steuerlichen Gewinn oder persönlichen Einkommen gleichzusetzen. Bestimmte Aufwendungen des Praxisinhabers sind darin noch nicht berücksichtigt.

Verdienen niedergelassene Ärzte mehr als Klinikärzte?

Ein direkter Vergleich ist schwierig. Klinikärzte erhalten ein festes Bruttogehalt, während niedergelassene Ärzte unternehmerisches Risiko tragen und aus dem Praxisreinertrag noch persönliche Vorsorge-, Versicherungs-, Finanzierungs- und Steuerzahlungen leisten müssen.

Fazit: Der Praxisreinertrag ist kein Monatsgehalt

Der Median-Reinertrag einer Arztpraxis lag 2024 bei 232.000 Euro. Auf zwölf Monate verteilt entspricht das rechnerisch 19.333 Euro. Dieser Wert beschreibt jedoch das wirtschaftliche Ergebnis der Praxis und nicht den Betrag, den ein niedergelassener Arzt persönlich ausgezahlt bekommt.

Für eine realistische Einschätzung müssen Fachrichtung, Praxisform, Zahl der Inhaber, Finanzierung und persönliche Vorsorgekosten berücksichtigt werden. Besonders bei Gemeinschaftspraxen und MVZ kann der Reinertrag der gesamten Einrichtung erheblich vom Einkommen des einzelnen Arztes abweichen.