Pflegefachkraft: Gehalt und Einkommen
Pflegefachkraft Gehalt: Die wichtigsten Fakten
- Medianentgelt von Pflegefachkräften: 4.329 Euro brutto im Monat
- Mittleres Jahresgehalt von Pflegefachkräften: 51.948 Euro brutto
- Aktuelle TVöD-P-Spanne: 2.907,18 Euro bis 6.937,70 Euro brutto im Monat
- Erforderliche Qualifikation für Pflegefachkräfte: Abgeschlossene Berufsausbildung, Weiterbildungen
Als Pflegefachkraft können Sie in zahlreichen Einrichtungen tätig sein, darunter Krankenhäusern, Facharztpraxen, im ambulanten Pflegedienst oder in Gesundheitszentren. Ihr Gehalt hängt unter anderem von der Art der Einrichtung, der Berufserfahrung, der übertragenen Verantwortung und der Tarifbindung ab.
Öffentliche Einrichtungen wenden häufig den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst im Bereich Pflege (TVöD-P) an. Kirchliche Träger besitzen eigene Arbeitsvertragsrichtlinien. Große private Klinik- und Pflegegruppen verfügen zum Teil über Haustarifverträge. Kleinere Einrichtungen sind häufig nicht tarifgebunden, sodass das Gehalt individuell vereinbart wird.
In diesem Artikel erfahren Sie, welche Faktoren das Gehalt von Pflegefachkräften beeinflussen, wie hoch das aktuelle Medianentgelt ausfällt und welche Vergütungen der derzeit gültige TVöD-P vorsieht.
Pflegefachkraft: Voraussetzungen, Einstiegsgehalt, Durchschnittseinkommen
Voraussetzungen für eine Stelle als Pflegefachkraft
Die Voraussetzung für eine Tätigkeit als Pflegefachkraft ist in der Regel eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Pflegefachmann beziehungsweise zur Pflegefachfrau. Seit der Reform im Jahr 2020 werden die früher getrennten Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege in einer generalistischen Pflegeausbildung zusammengeführt. Je nach gewähltem Abschluss und Einsatzbereich sind Spezialisierungen möglich.
Das Einstiegs- und das Durchschnittsgehalt als Pflegefachkraft
Das tatsächliche Einstiegsgehalt hängt von der Einrichtung, der tariflichen Eingruppierung und den anerkannten Berufserfahrungszeiten ab. Im TVöD-P reicht die aktuell gültige Entgelttabelle von 2.907,18 Euro in der Entgeltgruppe P 5, Stufe 1, bis zu 6.937,70 Euro in der Entgeltgruppe P 16, Stufe 6. Pflegefachkräfte mit entsprechender Tätigkeit werden im öffentlichen Dienst häufig mindestens der Entgeltgruppe P 7 zugeordnet. Dort beträgt das Tabellenentgelt derzeit zwischen 3.510,30 Euro und 4.305,40 Euro brutto im Monat.
Das Medianentgeld als Pflegefachkraft
Nach dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt das Medianentgelt für Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen in der Gesundheits- und Krankenpflege bei 4.329 Euro brutto im Monat. Das entspricht 51.948 Euro brutto im Jahr. Das untere Quartil beträgt 3.870 Euro monatlich, das obere Quartil 4.849 Euro. Damit verdient ein Viertel der Vollzeitbeschäftigten höchstens 3.870 Euro, während ein Viertel mindestens 4.849 Euro brutto im Monat erreicht.
Pflegefachkraft: Gehaltsunterschiede nach Bundesland und Stadt
Das Gehalt von Pflegefachkräften unterscheidet sich je nach Region. Die folgenden Werte zeigen das mittlere monatliche Bruttoentgelt für Vollzeitbeschäftigte. Aufgeführt sind die Bundesländer mit den höchsten im Entgeltatlas ausgewiesenen Medianentgelten:
| Bundesland | Medianentgelt | Entspricht pro Jahr |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 4.520 Euro | 54.240 Euro |
| Saarland | 4.510 Euro | 54.120 Euro |
| Bremen | 4.460 Euro | 53.520 Euro |
| Hessen | 4.407 Euro | 52.884 Euro |
| Bayern | 4.380 Euro | 52.560 Euro |
| Nordrhein-Westfalen | 4.368 Euro | 52.416 Euro |
| Berlin | 4.365 Euro | 52.380 Euro |
| Hamburg | 4.360 Euro | 52.320 Euro |
| Deutschland | 4.329 Euro | 51.948 Euro |
Tabelle 1: Baden-Württemberg weist unter den dargestellten Bundesländern mit 4.520 Euro das höchste Medianentgelt auf. Auch das Saarland, Bremen und Hessen liegen über dem bundesweiten Median von 4.329 Euro brutto im Monat.
Auch innerhalb der Bundesländer bestehen deutliche Unterschiede. Vor allem in großen Städten können die Medianentgelte über dem bundesweiten Wert liegen:
| Stadt ab 500.000 Einwohnern | Medianentgelt | Entspricht pro Jahr |
|---|---|---|
| Stuttgart | 4.684 Euro | 56.208 Euro |
| München | 4.682 Euro | 56.184 Euro |
| Köln | 4.571 Euro | 54.852 Euro |
| Frankfurt am Main | 4.521 Euro | 54.252 Euro |
| Essen | 4.421 Euro | 53.052 Euro |
| Dortmund | 4.382 Euro | 52.584 Euro |
| Düsseldorf | 4.367 Euro | 52.404 Euro |
| Nürnberg | 4.332 Euro | 51.984 Euro |
| Deutschland | 4.329 Euro | 51.948 Euro |
Tabelle 2: In Stuttgart und München liegt das Medianentgelt für Pflegefachkräfte bei jeweils rund 4.680 Euro brutto im Monat. Auch Köln und Frankfurt am Main liegen deutlich über dem bundesweiten Median.
Höhere Gehälter in Großstädten gehen häufig mit höheren Lebenshaltungskosten einher. Zusätzlich beeinflussen die lokale Nachfrage nach Pflegepersonal, die Zahl der Einrichtungen, die Tarifbindung und der Bedarf an spezialisierten Pflegefachkräften die Vergütung.
Aktuelle TVöD-P-Entgelttabelle für Beschäftigte im Pflegedienst
Für Beschäftigte im Pflegedienst im Geltungsbereich des TVöD-BT-K gilt seit dem 1. Mai 2026 die folgende Entgelttabelle. Die konkrete Eingruppierung richtet sich nach den übertragenen Tätigkeiten und der Verantwortung. Die Stufe hängt insbesondere von der anerkannten Berufserfahrung und der Beschäftigungszeit ab.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| P 16 | – | 5.240,04 Euro | 5.415,90 Euro | 5.983,76 Euro | 6.645,71 Euro | 6.937,70 Euro |
| P 15 | – | 5.132,29 Euro | 5.293,23 Euro | 5.695,60 Euro | 6.177,16 Euro | 6.361,06 Euro |
| P 14 | – | 5.013,53 Euro | 5.170,59 Euro | 5.563,22 Euro | 6.096,68 Euro | 6.194,02 Euro |
| P 13 | – | 4.894,78 Euro | 5.047,94 Euro | 5.430,82 Euro | 5.707,28 Euro | 5.778,68 Euro |
| P 12 | – | 4.657,22 Euro | 4.802,61 Euro | 5.166,04 Euro | 5.389,29 Euro | 5.493,13 Euro |
| P 11 | – | 4.419,71 Euro | 4.557,30 Euro | 4.901,27 Euro | 5.129,69 Euro | 5.233,54 Euro |
| P 10 | – | 4.184,40 Euro | 4.312,38 Euro | 4.675,42 Euro | 4.850,63 Euro | 4.960,96 Euro |
| P 9 | – | 3.992,39 Euro | 4.184,40 Euro | 4.312,38 Euro | 4.558,59 Euro | 4.662,42 Euro |
| P 8 | – | 3.701,21 Euro | 3.862,80 Euro | 4.075,58 Euro | 4.247,92 Euro | 4.488,98 Euro |
| P 7 | – | 3.510,30 Euro | 3.701,21 Euro | 3.998,33 Euro | 4.149,59 Euro | 4.305,40 Euro |
| P 6 | 3.012,49 Euro | 3.187,41 Euro | 3.363,47 Euro | 3.737,95 Euro | 3.833,41 Euro | 4.013,41 Euro |
| P 5 | 2.907,18 Euro | 3.146,33 Euro | 3.216,62 Euro | 3.334,09 Euro | 3.422,22 Euro | 3.629,25 Euro |
Tabelle 3: Die aktuell gültige TVöD-P-Tabelle reicht von 2.907,18 Euro in P 5, Stufe 1, bis 6.937,70 Euro in P 16, Stufe 6. Die zuvor gültige Tabelle vom 1. April 2025 bis zum 30. April 2026 wurde nicht übernommen.
Wieso gibt es so große Unterschiede beim Gehalt von Pflegefachkräften?
Die Vergütung von Pflegefachkräften wird durch mehrere Kriterien beeinflusst, darunter:
- Berufserfahrung und tarifliche Stufe,
- Entgeltgruppe und übertragene Verantwortung,
- abgeschlossene Weiterbildungen und Spezialisierungen,
- Tarifbindung des Arbeitgebers,
- Region und Art der Einrichtung,
- sowie die Arbeit in Voll- oder Teilzeit.
Auch Schicht-, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit kann das tatsächliche Bruttoeinkommen durch Zulagen erhöhen. Die Tabellenwerte bilden daher nicht zwingend das gesamte monatliche Einkommen ab.
Wie kann ich mein Gehalt als Pflegefachkraft erhöhen?
Bei tarifgebundenen Arbeitgebern steigt das Entgelt insbesondere durch den Aufstieg in eine höhere Erfahrungsstufe, allgemeine Tariferhöhungen oder die Übernahme höher bewerteter Tätigkeiten. Weiterbildungen können den Zugang zu spezialisierten Aufgaben oder Führungsfunktionen ermöglichen und damit eine höhere Eingruppierung begründen.
Bei privaten Einrichtungen ohne Tarifvertrag kommt es stärker auf die individuelle Gehaltsverhandlung an. Gute Argumente sind zusätzliche Qualifikationen, Berufserfahrung, besondere Verantwortungsbereiche, die Bereitschaft zu bestimmten Diensten und nachweisbare Erfolge. Auch ein Arbeitgeberwechsel kann zu einem höheren Gehalt führen. Neben dem Grundgehalt können zusätzliche Urlaubstage, eine betriebliche Altersvorsorge, Fortbildungsbudgets, verlässliche Dienstpläne oder andere Zusatzleistungen verhandelt werden.
Fazit: Das verdienen Sie als Pflegefachkraft
Pflegefachkräfte gehören zu den besonders gefragten Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Nach dem Entgeltatlas beträgt das Medianentgelt für Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen in der Gesundheits- und Krankenpflege 4.329 Euro brutto im Monat beziehungsweise 51.948 Euro im Jahr.
Im aktuell gültigen TVöD-P liegen die Tabellenentgelte zwischen 2.907,18 Euro und 6.937,70 Euro brutto im Monat. Das konkrete Gehalt hängt vor allem von der Entgeltgruppe, der Erfahrungsstufe, der Verantwortung, der Einrichtung, der Region und möglichen Zulagen ab. Tarifgebundene Arbeitgeber bieten in der Regel eine besonders transparente Gehaltsentwicklung.
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Quellen
- Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit: Pflegefachmann/-frau (Gesundheits- und Krankenpflege), Abruf 04.08.2026
- Entgelte für Beschäftigte im Pflegedienst gemäß § 46 (Bund) Nr. 22 Abs. 1 Satz 1 zu § 52 TVöD-BT-K, gültig ab 1. Mai 2026